Posts Tagged ‘Thecus N2200’

Thecus N2200: NFS Freigabe unter ESXi mounten

Sonntag, März 21st, 2010

Ein NAS (=Network Attached Storage) ist sehr gut als Backup-Gerät geeignet. Ist im Heimnetzwerk schon ein ESXi-Server vorhanden, bietet es sich geradezu an, Backups der virtuellen Maschinen auf das NAS zu schreiben. Das NAS kann mit Hilfe des NFS-Protokolles (Network File System) im ESXI-Server gemountet werden. Mit Ghettovcb können dann Backups automatisiert durchgeführt werden. Die gesicherten virtuellen Maschinen liegen wohlbehütet auf dem NAS, durch eine Festplattenspiegelung kommt eine weitere Sicherheitsstufe hinzu. Am Beispiel des Thecus N2200, einem kleinen NAS mit zwei Festplatten für den Heim- und Small-Business-Bereich, erkläre ich, welche Schritte erforderlich sind, um das NAS im ESXi-Server einzubinden.

Davon ausgehend, dass die Initialeinrichtung des NAS (IP-Adresse zuweisen, RAID-Level einstellen, Benutzer und Gruppen erstellen, Zugriffsrechte definieren, …) bereits erledigt ist, sind es nur wenige Schritte, bis wir unsere virtuellen Maschinen auf das NFS-Dateisystem sichern können. Zunächst muss das NFS-Protokoll erst einmal grundsätzlich auf dem NAS aktiviert werden. Unter dem Menüpunkt “System Network=>NFS” ist dies möglich.

Der nächste Schritt ist das Anlegen eines Ordners, der über NFS freigegeben werden soll. Unter “Storage=>Share Folder” wird mit “Add” ein neuer Ordner angelegt. Die Berechtigungen, die auf diesem Ordner vergeben werden, sind eigentlich irrelevant, denn der NFS-Zugriff erfolgt Host basiert, d. h. eine IP-Adresse hat entweder Zugriff auf die Freigabe oder nicht. Mit Klick auf den Button NFS können Hosts (IP-Adressen) eingetragen werden, die Zugriff auf die NFS-Freigabe erhalten sollen. Der ESXi-Host benötigt natürlich Schreibrechte. Die Vorbereitungen für das Einbinden der NFS-Freigabe im ESXi-Server sind nun getroffen.

Bug in Firmware V3.00.06 des Thecus N2200:

Bevor die NFS-Freigabe erfolgreich gemountet werden kann, ist es erforderlich, den NFS-Dienst auf dem Thecus zu stoppen und wieder zu starten. Sobald Änderungen an der NFS-Konfiguration vorgenommen wurden, ist dieser Schritt zu tun.

Die NFS-Freigabe kann nun im ESXi-Host eingebunden werden. Unter “Konfiguration=>Speicher” klickt man auf “Speicher hinzufügen”. Die Wahl fällt auf “Netzwerkdateisystem (NAS)”. Als “Server” wird die IP-Adresse des NAS eingetragen. Im Feld “Ordner” muss der vollständige Pfad zur NFS-Freigabe hinterlegt werden. Dieser wird im Thecus-NAS unter den NFS-Einstellungen angezeigt. Allerdings muss das nicht stimmen. Loggt man sich per FTP auf dem NAS ein und schaut sich die Eigenschaften der NFS-Freigabe an, sieht man den richtigen Pfad. In meinem Fall war das:

/raid0/data/[nfs-freigabename].

Als “Datenspeichername” kann nun noch eine beliebige Bezeichnung eingetragen werden. Unter dieser erscheint die NFS-Freigabe dann im ESXi-Server. Dem Backup der virtuellen Maschinen auf das NAS steht nun nichts mehr im Wege.

Suchen
Tags