Eine Fahrt im IC Kyffhäuser
Freitag, kurz nach 15:00 Uhr nachmittags. Ich bin auf der Suche nach Gleis 1A am Frankfurter Hauptbahnhof. Bisher wusste ich nicht mal, dass es dieses Gleis gibt. Um 15:17 Uhr soll hier der IC Kyffhäuser abfahren. Beim Buchen der Fahrkarte hatte ich noch überlegt, einen Platz zu reservieren. Im Nachhinein bin ich sehr froh, das nicht getan zu haben.
Der IC Kyffhäuser ist der leerste Zug, mit dem ich seit Jahren gefahren bin. Er startet freitags in Frankfurt, fährt über Hanau, Fulda und Kassel in Richtung Eichsfeld. Mit Heiligenstadt, Leinefelde und Nordhausen passiert er die wichtigsten Städte in Nordthüringen. Die Reise geht weiter über Sangerhausen und Halle nach Leipzig. Sonntags fährt der IC Kyffhäuser genau entgegengesetzt.
In meinem Wagen sitzen genau fünf Leute. In den anderen Wagen sieht es nicht anders aus. Mir scheint fast, dass mehr Zugpersonal mitfährt als Fahrgäste. In Zeitungsartikeln liest man, dass der IC Kyffhäuser zunächst für zwei Jahre eingeplant ist. Nur wenn die durchschnittliche Auslastung zufriedenstellend ist, wird dieser Zug weiterhin fahren.
Bei diesem Nutzungsverhalten kann ich mir kaum vorstellen, dass der IC Kyffhäuser eine Zukunft hat. Ich bin jedoch sehr zufrieden mit der Einführung, komme ich doch entspannt und günstig in die Heimat. Das kommende Wochenende wird zeigen, ob die Fahrgastzahlen am letzten Freitag nur eine Ausnahme waren. Über die Auslastung des IC Kyffhäuser am Sonntag werde ich in einem der folgenden Artikel berichten.
Hallo Matthias,
mich wundert die geringe Auslastung. Ich bin selbst auch sehr angetan von dieser Verbindung, kann sie aber erst heute zum ersten mal nutzen. Ich bin gespannt ob die Auslastung heute ähnlich ausfallen wird und freue mich schon auf deinen nächsten Beitrag.
Schöne Grüße
Thomas
Bin mir sicher, dass sich diese Verbindung erst herumsprechen muss, vermute, dass die Auslastung in jeder Woche zunehmen wird – ist doch ne gute Verbindung, hm?