Archive for the ‘Tipps und Tricks’ Category

Google Instant funktioniert nicht mit Squid Proxy Server

Freitag, September 10th, 2010

Seit gestern ist die neue Funktion Google Instant verfügbar. Schon während des Eintippens der Suchbegriffe werden erste Ergebnisse angezeigt.

Voraussetzung, damit das ganze funktioniert, ist der Internet Explorer 8 oder die neueste Version von Mozilla Firefox oder Google Chrome. Zusätzlich greift Google Instant auf den Adobe Flash Player zu. Auf google.de funktioniert die Sofortsuche nur, wenn der Benutzer mit einem Google-Account angemeldet ist. Ohne Google-Account klappt es nur bei google.com.

Wurde der Autor auf dem heimischen PC vom neuen Feature überrascht, das ohne weitere Einstellungen sofort seine Wirkung zeigte, blieb der Bildschirm beim Eintippen von Suchbegriffen auf dem Arbeitsplatz-PC zunächst weiß. Ursache der Fehlfunktion: Der vorgeschaltete Squid-Proxy! Bei Umgehung des Proxys funktionierte auch hier Google Instant sofort.

Hat jemand eine Idee oder einen Hinweis, wie Google Instant auch mit vorgeschaltetem Proxy zum Laufen gebracht werden kann? Bin für jeden Kommentar dankbar.

Update 14.09.2010:

Hier nun die Lösung des Problems: Nach dem Update von Squid auf die aktuellste Version 3.1.8 funktionierte Google Instant auf Anhieb!

Backup-Methoden im Vergleich

Mittwoch, Mai 26th, 2010

Die Datensicherung ist einer der wichtigsten Prozesse in jedem Computernetzwerk. Auch im Troubleshooting-Fall sollte der Admin stets dafür sorgen, dass er über eine aktuelle, wiederherstellbare Sicherung des Systems, an das er Hand anlegt, verfügt.

 In diesem Artikel geht es um die klassische Datensicherung, also das Kopieren von Daten auf ein separates Medium. RAID-Systeme (z. B. Festplattenspiegelung) können zwar die Verfügbarkeit von Systemen erhöhen, sie als Datensicherungsmethode aufzuführen, ist jedoch schlicht falsch – denn was nützen einem gespiegelte, aber korrupte Daten?

1. Sicherung von Nutzdaten

Bei reinen Fileservern ist es meist ausreichend, nur die Nutzdaten zu sichern. Dabei werden die Daten von einem Backup-Tool auf ein anderes, möglichst räumlich entferntes System kopiert. Meist ist auf dem zu sichernden Server ein so genannter Backup-Agent aktiv. Voraussetzung für den Erfolg dieser Backup-Methode ist, dass die nicht gesicherten Daten (also das Betriebssystem) schnell wieder hergestellt werden können. Sobald jedoch eine umfangreiche Betriebssystemkonfiguration vorliegt, muss auf eine vollständige Sicherung zurückgegriffen werden.

Vorteil: Das Kopieren der Nutzdaten ist eine einfache und wirkungsvolle Backup-Methode. Sie funktioniert problemlos auch ohne teure Backup-Software und Agent.

2. Vollständige Sicherung

Mühevoll eingerichtete Computersysteme sollten stets vollständig gesichert werden. Auch das ist prinzipiell per Agent möglich. Nachteil dabei: Falls eine Wiederherstellung notwendig wird, müssen zunächst ein blankes Betriebssystem installiert und der Backup-Agent aktiviert werden. Eine langwierige und Fehler anfällige Backup-Methode.

3. Sicherung von einer höheren Ebene aus

Da letztendlich die Festplatte Träger aller Informationen (Betriebssystemkonfiguration und Nutzdaten) ist, liegt der Gedanke nahe, zu Backup-Zwecken ein vollständiges Backup der Server- oder PC-Festplatte zu erstellen. Dies ist mit Imaging-Tools möglich. Innerhalb kürzester Zeit kann ein komplettes Festplattenabbild erzeugt werden. Auch die Wiederherstellung so gesicherter Systeme gestaltet sich als problemlos. Bei Rücksicherungen auf abweichende Hardware sind jedoch Inkompatibilitäten möglich.

Besonders einfach können die Festplatten virtueller Maschinen gesichert werden. Nach der Erstellung eines Snapshots werden die vmdk-Dateien kopiert.  Dementsprechend einfach ist auch die Wiederherstellung: VM-konfigurationsdatei und Festplattendatei werden zurückkopiert, die Maschine registriert und gestartet. Für das ESX- oder ESXi-Backup existieren kostenlose und kostenpflichtige Tools.

Prinzipiell ist die Sicherung von einer höheren Ebene aus immer anzustreben, da somit die Art und Einrichtung des Betriebssystems keine Rolle spielt. Diese Backup-Methode deckt alle Arten von Systemen gleichermaßen ab und ist einfach zu handhaben.

Aber auch die klassische Sicherung durch direktes Kopieren hat ihre Berechtigung. Sie kann performanter sein, wenn der Anteil der Nutzdaten am gesamten Festplattenvolumen sehr klein ist. Vorteile bieten sich auch bei der Wiederherstellung einzelner Dateien.

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